Bühne, Dies & Das

Grusel garantiert: Geisterbahn!

Das Figurentheater Matou zeigt, was passiert, wenn sich ein Zwergpony in einer Geisterbahn bewirbt.

Als Kind war Geisterbahn meine Lieblingsattraktion auf jeder Chilbi – obwohl ich nicht viel gesehen habe, weil ich mir immer die Augen zuhielt. Hätte es damals aber schon ein Zwergpony darin gegeben, hätte ich wohl einen Blick gewagt. Genau das passiert nämlich im Stück «Geisterbahn!» vom Figurentheater Matou. Ein Pony bewirbt sich auf eine Stelle in der Geisterbahn, was die Skelette, Vampire und anderen Schreckgestalten zunächst etwas belächeln. Doch man sollte niemals ein Zwergpony unterschätzen! Die Idee zu dem Stück ist – wie man sieht – alles andere als gewöhnlich. 


Wie entsteht als eine solche Idee? Mariann Keist, welche das Stück entwickelte, dass das der Spass am Figurenbauen zu der Idee führte: «Ich finde die Gruselgestalten in Geisterbahnen teils faszinierend, teils grotesk und das sind ja per se Figuren, die aber keinenswegs lebendig wirken, weil sie nicht bespielt sind, sondern statisch. Also fand ich die Idee interessant, ebendiesen Schreckgestalten einmal Leben einzuhauchen.» Aber bevor man jetzt vor Schreck wegläuft: nur weil die Schreckgestalten lebendig werden, sind sie dennoch sehr sympathisch. Figuren zum Leben erwecken ist es, was Figurentheater schliesslich ausmacht. Diese Arbeit erfordert jedoch Kreativität und Fantasie, zwei Eigenschaften, die Mariann Keist und ihr Team gekonnt einsetzen können.


Mariann Keist selbst ist seit 2004 Figurenspielerin bei den Tösstaler Marionetten. Für sie ist diese Art des Theaters «auch ein wenig wie zaubern. Illusion wird lebendig.» Das liegt daran, dass hier durch die vielen visuellen Möglichkeiten «mit Material, Licht, Puppen, eine ganz eigene Welt kreiert» wird. Doch was unterscheidet Figurentheater von gewöhnlichem Theater – mal abgesehen von den Puppen? Mariann Keist erklärt: «Die Puppe darf frech sein, sich vielleicht mehr erlauben als eine Schauspielerin und die Ästhetik kann sehr fantasievoll sein.»


Wie findet man aber das richtige Team, damit eine solche Vision auch so umgesetzt werden kann, wie man sich es wünscht? Im Fall vom Stück “Geisterbahn!” war dies gar nicht so schwer, da sich alle schon kannten und bereits in diversen Projekten individuell zusammengearbeitet hatten. Mariann Keist findet, dass sich die Arbeit von allen «für dieses Stück sehr gut ergänzt» habe – es sind ja auch alles Theaterschaffende. Das Figurentheater Matou selbst wurde 2017 gegründet und hat bisher fünf Stücke auf die Bühne gezaubert. Diese Stücke waren jedoch immer in einer anderen Konstellation: «Für die jeweiligen Stücke wählen wir jeweils wieder neue Mitarbeitende, somit kommt jedes Mal wieder ein frischer Wind in die Inszenierungen.»

 

«Geisterbahn!» ist eine schrecklich lustige Geschichte für die ganze Familie ab 6 Jahren – auch für die grossen Kinder, die sich früher immer in der Geisterbahn die Augen zugehalten haben. Am Sonntag, den 8. Februar 2026 kann man den Spass auf der Bühne des Centrals Uster erleben. 

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Kulturblog Uster

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Publiziert am

03.02.2026

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